40 Teilnehmer beim Open – Hansch verteidigt Titel

Stendal (sk). Mit dem Sieg des 14-jährigen Karsten Hansch endete das 16. Stendaler Schach-Open, das vom Donnerstag bis zum vergangenen Sonntag im Landratsamt ausgetragen wurde. Der für Aufbau Elbe Magdeburg startende Karsten Hansch war im Zieleinlauf punktgleich mit dem Rehberger Michael Sielaff, der zum ersten Mal an dem Turnier in der Altmarkmetropole teilnahm. Hansch kann nach seinem Erfolg im vergangenen Jahr nicht nur die Bezeichnung „jüngster Open-Sieger aller Zeiten“ für sich beanspruchen, sondern auch „jüngster Doppelsieger“. Außerdem hat der Schüler des Winckelmann-Gymnasiums zum ersten Mal das Turnier zweimal in Folge für sich entschieden. Tatjana Melamed – übrigens Landes- und Karstens Trainerin – gewann das Open ebenfalls zweimal (2005 und 2007), ebenso Michael Richter vom SK Zehlendorf in den Jahren 1999 und 2002.
Hansch und Sielaff trennte lediglich ein halber Zähler in der Buchholz-Wertung. Auf Platz drei kam Christian Hachtmann von den Schach-Drachen Isernhagen ein, der sich seit 2008 ununterbrochen den zweiten beziehungsweise dritten Preis sichert. Bester Stendaler wurde Gerd Wiesemann, der sich in der letzten Runde mit einem eindrucksvollen Sieg gegen den Bruder des Turniersiegers, Stephan Hansch, den vierten Rang sicherte. Erstmals seit einigen Jahren wurden auch wieder Ratingpreise ausgeschüttet. Bester Spieler mit einer Deutschen Wertzahl (DWZ) unter 1800 wurde Thomas Janeke von der SG Klötze-Süd. Bester unter DWZ 1500 Michael Brückner vom SV Bückeburg. Ein kleines Präsent für den besten unter DWZ 1200 sicherte sich der Stendaler Nachwuchsspieler Sebastian König. Neben den beiden Erstplatzierten blieben Torsten Hansch (Aufbau Elbe Magdeburg) und Rüdiger Schönrock (SV Merseburg) ohne Niederlage.
Ein starkes Turnier spielte Thomas Janeke. Der Klötzer bezwang unter anderem die deutlich wertzahlstärkeren Marius Eilert (Isernhagen), Ralf Hantusch (Berlin) und Thomas Noack (Frankfurt/Oder). Auch mit einem Remis gegen Rüdiger Schönrock machte Janeke auf sich aufmerksam. Erwartet stark trumpfte Tangerhüttes Mathias Kresse auf, der in der Schlussrunde eine taktisch geprägte Partie trotz Vorteils nicht in einen vollen Punkt umwandeln konnte. Der Berliner Dirk Gros, seit Jahren Stammgast beim Open, verteidigte sich umsichtig und nahm Kresse einen halben Zähler ab. Dadurch blieb dem Tangerhütter der Sprung auf den geteilten dritten Platz verwehrt. Den größten DWZ-Zuwachs verzeichnete Sebastian König (Stendaler SK) mit + 165. Der Rathenower Pascal Güssow mit +148 sticht außerdem hervor. Fritz Niemann vom Stendaler SK erspielte sich immerhin einen Zuwachs von 73 Zählern.
Mit 40 Spielerinnen und Spielern verzeichnete das Stendaler Open die höchste Teilnehmerzahl seit 2008. Ein Grund für das gestiegene Interesse dürfte sicher die Auslobung der Ratingpreise sein, eröffnet sie doch auch schwächeren Spielern die Möglichkeit, ein kleines Preisgeld in Empfang zu nehmen.

Teilnehmerliste
Fortschrittstabelle
DWZ-Auswertung (inoffiziell)
Partien
Bilder Stendaler SK

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