Fünf Altmärker starten bei Deutschen Amateur-Meisterschaften

Magdeburg (sk). Am morgigen Donnerstag startet in Magdeburg die Endrunde zur 10. Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (Ramada-Cup). Aus Sachsen-Anhalt haben sich bei den vorangegangenen sechs Vorturnieren (Bad Soden, Halle, Aalen, Hamburg, Köln-Brühl und Kassel) insgesamt 16 Teilnehmer qualifiziert. Zwischen 8.30 und 9.30 Uhr erfolgt morgen die persönliche Anmeldung, ab 10 Uhr werden die Uhren zur ersten Runde gedrückt.
Auch aus der Altmark gehen Spieler an den Start. In der B-Gruppe Volkmar Ahlers, in der C-Gruppe Eric Ahlers (beide SF Turm 2000), Karsten Kasubek (SV 90 Havelberg) und Steffen Kottke (Exil-Altmärker beim SC 81 Schneverdingen) und in der E-Gruppe Gavin Güldenpfennig von Eintracht Tangerhütte.
Warum heißt die Meisterschaft sechs hoch drei? Ganz einfach: Sechs Vorturniere, sechs Gruppen und die ersten Sechs einer jeden Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde. Die erste fand übrigens 2002 in Leipzig statt. Sachsen-Anhalt hat sogar schon einmal einen Amateurmeister gestellt – 2003 in Magdeburg (!) den Hallenser USV-Spieler Sergej Mihajlisev in der D-Gruppe mit 4,5 Zählern. Was der Saalestädter heute macht, ist nicht bekannt. In den Datenbanken der FIDE und des Deutschen Schachbundes ist er nicht vertreten. Auch die „Google-Suche“ ergab nur ältere Treffer.
Der erste Altmärker, der sich für das Finale qualifizierte, war Dr. Thomas Holzhüter vom SV 90 Havelberg 2004 in Hockenheim. Mit beachtlichen 3,5 Punkten aus fünf Partien belegte er ebenfalls in der D-Gruppe Platz sechs. Dabei ist Holzhüter, der beruflich als Augenarzt tätig ist, zwei Jahre zuvor ein „Kunststück“ gelungen, das heute noch seinesgleichen sucht. Beim 6. Stendaler Open nahm er mit einer DWZ von 1542 dem Internationalen Meister Virginjus Dambrauskas (Litauen, damals Elo 2316, aktuell 2338) ein Remis ab.
Der Havelberger war einige Jahre der einzige Altmärker, der das Finale je erreicht hatte. Erst 2008 gesellte sich mit Tobias Ehrt von den SF Turm 2000 ein Zweiter hinzu. Der Wahrburger holte in der F-Gruppe drei aus fünf und belegte Platz 14. Seitdem läuft es bei den Spielern aus dem Norden Sachsen-Anhalts wie „geschmiert“ – mindestens einer hat immer das Ticket für die Endrunde gelöst. In diesem Jahr sind sogar fünf Altmärker am Start (wenn man den Autor dieser Zeilen dazu zählt), so viel wie noch nie bei einer Ramada-Endrunde.
Endrunden-Teilnehmer und Platzierungen der Sachsen-Anhalter

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