Karsten Hansch jüngster Open-Sieger aller Zeiten

Kampf um den Turniersieg in der letzten Runde: Karsten gegen Torsten Hansch.

Stendal (sk). Der Sieger des diesjährigen Stendaler Schach-Opens, das am Wochenende seine 15. Auflage erlebte, heißt Karsten Hansch. Der 13-Jährige ist damit der jüngste Turniersieger, den die Altmarkmetropole seit der Erstauflage 1997 sah. Kurios: Als diese Turnierserie gestartet wurde, waren der Schüler des Winkelmann-Gymnasiums und sein Zwillingsbruder Stephan noch gar nicht geboren. Seinen Sieg perfekt machte Karsten in der letzten Runde, in der er seinen Vater Torsten, der zudem die Turnierleitung inne hatte, bezwang. Der kam am Ende auf Platz vier ein, hinter Dirk Gros von Bau-Union Berlin und Christian Hachtmann von den Schach-Drachen Isernhagen.  Die beiden Erstplatzierten blieben übrigens ohne Niederlage.
28 Teilnehmer bedeuten eine kleine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Angepeilt waren 30 Teilnehmer, zwei mussten noch kurzfristig absagen. Erstmals nahmen mit Andrea Berndt und Bianca Hansch (beide Stendaler SK) auch zwei Frauen teil, die sich im „Männerfeld“ beachtlich schlugen und auf den Plätzen 20 und 24 einkamen. Beide sorgten daneben auch dafür, dass die Open-Spieler, sowohl was Getränke als auch das Essen betrifft, keine Abstriche machen mussten.
In der ersten Runde gab es schon die erste kleine Überraschung, als der Berliner Kai Freudenstein (DWZ 1783) Tangerhüttes Mathias Kresse (1931) besiegte. In Runde zwei gelang dem inzwischen für Schneverdingen spielenden Steffen Kottke wie im vergangenen Jahr das Kunststück, den über 100 DWZ-Punkte besseren Christian Hachtmann von den Schach-Drachen aus Isernhagen (bei Hannover) zu bezwingen. Die dritte Runde war die Runde der Frauen – beide fuhren ihre ersten Punkte ein. In Runde vier legte der spätere Turniersieger mit einem Sieg gegen Kottke einen Grundstein für den späteren ersten Platz. Vater Torsten punktete ebenfalls, so dass das für Aufbau Elbe Magdeburg startende Vater-Sohn-Gespann sich auf den vorderen Plätzen festsetzen konnte. Und der in Runde eins gestrauchelte Mathias Kresse? Der fuhr Sieg auf Sieg ein und hatte bis zur fünften Runde vier Zähler erkämpft. Ein „Großmeister-Remis“ in der sechsten Runde gegen Karsten genügte dann, um sich für den abschließenden Sonntag eine günstige Ausgangsposition zu sichern. Nach sechs Spielen führte Karsten die Tabelle mit fünf Punkten an, gefolgt von Mathias Kresse, Dirk Gros und Torsten Hansch, die sich mit jeweils 4,5 Zähler noch Hoffnungen auf den Sieg machen durften. Spannung pur war dann in der siebten Runde angesagt: Am Spitzenbrett (intern als „Pool-Position“ bezeichnet) duellierten sich Karsten und sein Vati fast vier Stunden lang, ehe der Filius mit einem Punkt den „Sack“ zumachte und nichts mehr anbrennen ließ.
Am Rande des Turniers wurde ein Kinderopen ausgetragen. Hier dominierte Richard Devyatov, der alle Partien zu seinen Gunsten entschied. Platz zwei belegte Ann-Sophie Schotte, Dritte wurde Enya Sühs.
Bei der Siegerehrung ließ Torsten Hansch dann auch durchblicken, dass es im kommenden Jahr das 16. Stendaler Open geben wird. Denn: „Den ersten Platz belegte Karsten. Bei seinem Alter wird es sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.“ Das 16. Turnier wird dann vom 17. bis zum 20. Mai 2012 ausgetragen.
Bilder, Ergebnisse und Tabelle gibt es ab Dienstag unter dem Menüpunkt “Stendaler Open”. Partien werden bis zum 20. Juni ebenfalls dort eingestellt.

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