In der Kürze liegt die Würze

Die Anzeige des Opens in der SCHACH-ZEITUNG.

(sk) Stendal. Noch 30 Tage bis zum Stendaler Open. Am Himmelfahrtstag, 2. Juni, erfolgt der Startschuss zur inzwischen 15. Auflage des beliebten Traditionsturniers. Noch halten sich die Teilnehmermeldungen in Grenzen, doch darf auf ein illustres Feld von Anhängern des königlichen Spiels gerechnet werden. In der Mai-Ausgabe der SCHACH-ZEITUNG, dem offiziellen Verkündigungsorgan für Niedersachsen und Bremen, erschien eine viertelseitige Anzeige (siehe Bild, klick zum Vergrößern), so dass auch mit Spielern aus dem Norden gerechnet werden kann.
Kurzpartien haben auch beim Open einen besonderen Unterhaltungswert. Man kennt das: Kampfeslustig setzt man sich ans Brett, holt sich einen Kaffee, freut sich auf eine spannende Partie – und dann ist es passiert. Nach wenigen Zügen büßt man Material ein oder der Gegner flüstert schelmisch: „Matt!“. Die Mitspieler springen von ihren Sitzen auf, versammeln sich am „Tatort“ – und für einen Augenblick der Turniergeschichte ist man der „Depp mit dem Brett“ vorm Kopf. Auch beim Stendaler Open gab es immer wieder Reinfälle und Irrtümer. Den Kurzpartien-Rekord hält Norbert Hartig vom Stendaler SK, der 1999 seinen damaligen Vereinskameraden Andreas Telge nach acht Zügen matt setzte:
Norbert Hartig – Andreas Telge
3. Stendaler Open, 14. Mai 1999
1.e4 c5 2.Lc4 d6 3.Sf3 Sc6 4.b3 Sf6 5.De2 Lg4 6.c3 Se5? 7.Sxe5! Lxe2?? 8.Lxf7 matt.
Hier weitere Kurz-Kostproben:
Thomas Schwieger – Dennis Brueggemann
1. Stendaler Open, 10. Mai 1997
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sge7 4.Sc3 a6 5.Lc4 b5 6.Lb3 Lb7 7.0–0 Sg6 8.d4 exd4 9.Sxd4 Sxd4 10.Dxd4 Ld6? 11.Dxg7 Le5?? 12.Dxf7 matt.
Thomas Rosenhöfer – Thomas Bundrock
2. Stendaler Open, 1998
1.d4 Sf6 2.Sf3 e6 3.Lg5 Le7 4.Sbd2 c5 5.e3 b6 6.Ld3 Lb7 7.c3 Sc6 8.Se4?? Sxe4 9.Lxe7 Sxe7. Weiß hatte keine Lust mehr, mit einer Figur weniger die Partie fortzusetzen und gab deshalb auf.
Andreas Schmidt – Matthias Kegel
5. Stendaler Open, 24. Mai 2001
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.Lxc6 dxc6 5.0–0 Lg4 6.h3 h5 7.d3 Df6 8.hxg4 hxg4 9.Sbd2 Dh6 10.Sh4 Dxh4 11.f3 g3. Weiß streckte die Waffen.
Thomas Janeke – Steffen Kottke
5. Stendaler Open, 2001
1.c4 Sf6 2.Sc3 e6 3.e4 d5 4.e5 Se4 5.Sf3 c5 6.d4 cxd4 7.Dxd4? Lc5 8.Lg5 Db6 9.Sa4 Db4+. Aufgegeben.
Andreas Telge – Stefan Ludwig
5. Stendaler Open, 25. Mai 2001
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5 d5 5.exd5 Sxd5 6.Sxf7 Kxf7 7.Df3+ Ke6 8.Sc3 Sd4 9.Lxd5+ Ke7 10.Df7+ Kd6 11.Se4 matt.
Wolfgang Telge – Andreas Hofmann
5. Stendaler Open, 25. Mai 2001
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5 d5 5.exd5 Sxd5 6.Sxf7 Kxf7 7.Df3+ Ke8? 8.Lxd5 Sb4?? 9.Df7 matt.
Franziska Beltz – Vilen Rafayevych
9. Stendaler Open, 7. Mai 2005
1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 c6 5.Lc4 e6 6.Sf3 Sf6 7.Ld2 Dc7 8.De2 Sbd7 9.Se5 Ld6 10.Sxf7 Kxf7 11.Dxe6+ Kg6 12.Ld3+ . Schwarz gab auf, da 12…Kh5 13.Dh3 matt folgt.
Alexander Hinz – Marcel Schroeder
11. Stendaler Open, 20. Mai 2007
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5 d5 5.exd5 Sxd5 6.Sxf7 Kxf7 7.Df3+ Ke8 8.Lxd5 Sd4 9.Df7 matt.
Wie viele Reinfälle wird es in diesem Jahr geben?


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